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Dr. med. Davor Zavisic, Ihr Frauenarzt in Freiburg, Nackentransparenz und Laser Operationen
   

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Die Dysplasiesprechstunde ist eine Spezialsprechstunde für Frauen mit Erkrankungen der Zervix (Gebärmutterhalses), der Portio (Muttermund), Vagina (Scheide) und Vulva (Schamlippen).

Was sind Dysplasien?
 
Als Dysplasie bezeichnet man Zellveränderungen, die sich von normalen Zellen in der Kernform, Kern- Plasmarelation und Chromatinanfärbung unterscheiden. Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) entwickelt sich nach einer langen Phase ohne Symptome über Vorstadien (auch zerviakle intraepitheliale Neoplasien genannt) zu einem bösartigen Geschehen. Bei den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, bei denen u.a. ein Zellabstrich von der Portiooberfläche entnommen wird, gilt es diese Vorstufen zu erkennen und sie einer Behandlung zugängig zu machen. Die Diagnose kann zytologisch erfolgen, indem die Zellen zytologisch beurteilt und in Deutschland nach der Münchner Nomenklatur II eingeteilt werden. PAP ist die Abkürzung für den Namen Papanicolaou, ein Arzt, der diese Form der diagnostischen Maßnahme entwickelt hat.
 
Übersicht PAP-Nomenklatur
PAP I gutartig, keine entzündlichen oder reparativen Veränderungen
PAPII gutartig,Zervizitis (Entzündung des Gebärmutterhalses) , Metaplasie (gutartige Umwandlung der Zellen)
PAPIIk bzw PAP IIw unklarer Befund, Kontrollabstrich erforderlich
PAP III unklarer Befund, Abklärung erforderlich
PAP IIID leichte bis mittelschwere Dysplasie
PAPIVa schwere Dysplasie oder Carcinoma in situ (CIS)
PAP V invasives Karzinom

Leichte dysplastische Veränderungen (IIID) können sich in einem hohen Prozentsatz spontan noch innerhalb eines Jahres zurückbilden, wenn sie dagegen länger bestehen bleiben oder eine schwere Dysplasie besteht, so ist eine adäquate Therapie erforderlich.

 
Wie kommt es zu einer Dysplasie?

Für die Entstehung einer Dysplasie und somit auch die Entwicklung eines Zervixkarzinomes gilt die Infektion mit humanen Papillomavirus ( HPV ) als gesichert. Es müssen jedoch noch weitere Kofaktoren bzw. Risikofaktoren unterschieden werden, die eine Virusvermehrung begünstigen, dazu zählen u.a.:

  1. andere genitale Infektionen wie z.B. Chlamydieninfektion (s.g. Vaginosen)
  2. Zigarettenrauchen
  3. Hohe Promiskuität (häufig wechselnde Sexualpartner)
  4. Immunsupression, z.B. nach Transplantationen oder HIV-Infektion, Stress  
 
Welche Untersuchungen werden in der Dysplasiesprechstunde durchgeführt?
 
In der Dysplasiesprechstunde wird eine Kolposkopie durchgeführt, d.h. die Portiooberfläche wird mittels Lupenvergrößerung betrachtet. Nach Auftragen von 5% Essigsäure oder Jod (Schillersche Jodprobe) oder Betrachtung mit dem Grünfilter können diese noch besser dargestellt werden. An auffälligen Stellen kann zusätzlich eine Probeentnahme zur histologischen Sicherung auffälliger zytologischer und kolposkopischer Befunde entnommen werden.